Artikel von Lukas Zirker
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Maltese Falcon. Dreimaster mit spektakulärem Dyna-Rigg, 88 Meter lang, luxuriös ausgestattet und unfasslich teuer. Der Schülergruppe des TGM (Technologisches Gewerbe Museum) rund um Prof. DI Robert Hauß standen begrenzte Mittel zur Verfügung. Doch diese haben sie effizient genutzt und in eine Rigg-Adaptierung dieser Superyacht investiert. Nach hunderten Arbeitsstunden wurde der Traum zur Realität und das Boot liegt bereits im Wasser. Zurück blieben mehrere Kollegblöcke mit Skizzen und Berechnungen, maßstabsgetreue Prototypen für die aerodynamische Überprüfung im Windkanal, CAD-Zeichnungen, die einen USB-Stick füllen und vor allem viel kritische Meinung bezüglich Funktion des Bootes. Nun, jetzt ist es so weit, das Boot wurde getestet und die letzten Kritiker sind verstummt und sehen, dass dieses Rigg durchaus Vorteile hat. |
Neben der Innovation selbst (die reale Umsetzung des Dyna-Riggs gibt es bis heute nur auf der Maltese Falcon und auf unserer Jolle Victoria, Anm.), hat das Boot schon vielen Freude geschenkt. So zum Beispiel Luis Gazzari (Chefredakteur der österreichischen Segelzeitschrift yacht revue, Anm.), oder aber auch Christian Binder (Eigentümer CBS Sails, Anm.), der neben seiner Begeisterung auch wichtiger Sponsor unserer Segel ist. |
Falls Sie so weit gelesen haben, fragen Sie sich sicher, was dieses Rigg jetzt eigentlich genau auszeichnet. Stimmt's? Angelehnt an die alten Rahsegler gibt es keine Genua. Es gibt einen drehbar gelagerten Mast und eine fixe Segelkrümmung. Das gesamte Rigg ist in drei Segelabschnitte geteilt, die sich einzeln reffen lassen. Das Segelsetzen und -reffen funktioniert nach dem Prinzip einer Jalousie. Aufgrund des hohen Lateralschwerpunktes wird die Krängung mit einer ca. 90 kg schweren "Pinguinkielbombe" (verbesserte hydrodynamische Fähigkeiten) ausgeglichen. ![]() |
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Falls Sie immer noch nicht überzeugt sind, laden wir Sie gerne zur Testfahrt unserer 2. Version mit weiteren Features im Frühjahr 2009 ein. |