Bericht: SCR HERINGSCHMAUS 2014 Viele unserer Mitglieder nützten den schönen Frühlingstag, um die langsam aus dem Winterschlaf erwachende Stadt Rust zu begehen, den Störchen beim Klappern zuzuhören und die köstlichen Mehlspeisen in den Kaffeehäusern zu verkosten. Viele Lokale haben noch nicht geöffnet, aber die Gäste sitzen schon in den teilweise noch provisorisch eingerichteten Schanigärten und freuen sich über die Harmonikaklänge eines einsamen Musikers, der auf einem Sessel in der Mitte des Hauptplatzes sitzend musiziert. Man merkt seinem Repertoire an, dass er in seiner Jugend viel auf Hochzeiten gespielt hat. In der guten alten Zeit halt. In Rust ist in den letzten 30 Jahren sehr viel geschehen. Aus einer verträumten Kleinstadt mit vielen Weinbaubetrieben und etwas Fremdenverkehr ist eine Stadt geworden, die sich ihrer wunderbaren Lage am Westufer des Neusiedler Sees wieder bewusst wurde und in die Qualität der Beherbergungsbetriebe, der Gastronomie und nicht zuletzt in die Entwicklung ihrer Weine investiert hat. Bodenständige Kost, Spitzenweine und ein auf sanften Tourismus getrimmtes Stadtbild zeigen, dass die Stadtväter mit den Bürgern freundschaftlich zusammenarbeiten können. Das bewährt sich nicht nur in einer Hochkonjunktur, sondern auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten. Es kommen wieder mehr Gäste, die zwar nicht mehr lange Urlaube hier verbringen, aber mehrmals im Jahr für einige Tage gerne in Rust Station machen. Radfahrer, Kulturreisende, Camper und viele, viele Segler und Wassersportler haben hier in Rust eine zweite Heimat gefunden. So wie auch wir im Südhafen, wo bald wieder unsere Boote schaukeln und wir das Clubhaus aus der Winterstarre befreien werden. Die ersten Pläne dafür sind schon in den Köpfen verankert und es wird nicht mehr lange dauern, bis wieder alles in die Gänge kommen wird. Vorerst werden wir uns im KATAMARAN einfinden und das Buffet in Augenschein nehmen. Gebratener und panierter Fisch, Muscheln (sehr lecker), Cocktails mit Garnelen, Scampi, Spinatstrudel, Kartoffelpüree mit Zellergeschmack, köstliche Mehlspeisen und andere süße Verführungen. Beinahe hätte ich die appetitlichen Heringssalate und die gesunden Salate vergessen. Kaum hat unser Obmann alle Mitglieder und Gäste begrüßt und ein paar passende Worte gesprochen, wurde das Buffet belagert. Was mit Liebe gekocht und arrangiert war, fand den Weg auf unsere Teller, die wir vorsichtig zu den Sitzplätzen balancierten. Wahre Meister sind da unterwegs. Mit geübtem Blicken auf den See und auf den Turm des Burgenländischen Yacht Clubs wurden die Köstlichkeiten verspeist, Restaurant und Küche gelobt und der Organisatorin gedankt. Friedl tat ihr Bestes und verwöhnte zur Feier des Tages alle Damen zusätzlich noch mit einem Glas Sekt oder Sekt orange. Erstaunt zeigten sich nur die Männer über den Anlass, der zu dieser guten Idee geführt hat. Was, heute ist der Tag der Frau? So, so. Ja so ein Jahresanfang kann sich sehen lassen. Der See liegt ruhig vor uns, die Unwetter-Vorwarnung am BYC Turm kann nur ein Scherz sein, denn das geübte Seglerauge hat keine 6 Bft. gesehen geschweige denn gespürt. Ein Lüftchen halt, sonst nichts. |