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zurück - Veranstaltungskalender 2008

Ganslessen 2008

Heuer feierte der SCR „Martini“ im Gasthaus Rath in Oggau. Nach dem Essen, zum gemütlichen Anschluss wurden auch die Begriffe „Gansl“ und „Martin“ diskutiert.

Die Legende behauptet, der heilige Martin von Tours habe befohlen, die Gänse zu schlachten, weil sie sein Mönchsleben störten. Humbug. Ein heiliger Mann wird nie den Tod von Tieren verlangen.

Mehr der historischen Wahrheit entsprechend sind folgende Ansätze: Die Kelten und Römer hielten sich auch Gänse als Haustiere. Am 11. November (bei den Kelten begann an diesem Tag der Winter) wurden die Gänse bis auf ein Zuchtpaar geschlachtet. Damit feierte man am Martinstag das Erntedankfest. Szenenwechsel zum volkstümlichen Brauch: Der Martinstag war der Hauptzinstag. Das neue Wirtschaftjahr begann, das Gesinde erhielt seine Löhne, Steuern wurden abgeführt usw. Das Vieh, das nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte, kam unter das Messer. Dazu gehörten auch die Gänse.

Die Martinigans wird traditionell mit Rotkraut und Serviettenknödeln gegessen. "Ungläubige" bestellen zum Rotkraut statt Gans Schweinsbraten oder gar ein gebackenes Huhn. Rotkraut und Serviettenknödel allein wird akzeptiert. Wählt man etwas anderes, wird man heimlich mit scheelem Blick betrachtet und mit der unschuldigen Frage bedacht „Schmeckt dir keine Gans?“ „Oh doch, aber ...“. Das Martinigansl-Essen beim Rath hat uns allen gut gemundet. Nächstes Jahr treffen wir einander wieder zu einem geschmackvollen Martinigansl. Wo? Vielleicht wieder beim Rath in Oggau.