zurück - Veranstaltungskalender 2008
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Wir fahren mit dem Twin City Liner nach Bratislava! Der Vorschlag von Franz Reithmayr, dem Veranstaltungsleiter unseres Clubs, wurde angenommen. 36 Personen nahmen daran teil. 36 Personen fanden die Tagesreise perfekt organisiert und gelungen. Bratislava oder Pressburg liegt kurze 60 km östlich von Wien entfernt. Viele von uns besuchten diese Stadt vorher. Sie entdeckten mit uns wieder einige Sehenswürdigkeiten mehr. Sonntag, den 14. September legte der Twin City Liner pünktlich um 8:30 Uhr von der Schiffsanlegestelle Wien City ab. Der Liner ist ein vollklimatisierter komfortabler mit zwei Wasserjets angetriebener Schnellkatamaran. 33 m Länge, 8,5 m Breite, 6 m Höhe und ein Tiefgang von 0,85 m sowie zwei kräftige MTU Diesel-Motore mit knapp 2000 PS sind nur die wichtigsten technischen Details, die es dem Schiff ermöglichen, ruhig und energiesparend über die Donau zu gleiten. Die Höchstgeschwindigkeit von 37 Knoten wird knapp vor der Grenze gefahren. Der Kat gleitet vorerst langsam und gemütlich den Donaukanal entlang, vorbei an der Urania, dem Volksbildungshaus im Jugendstil mit der Sternwarte (Urania ist die griechische Muse der Astronomie). Die Ufer des Donaukanals im Bereich des dritten Bezirkes sind seit Jahrzehnten fast unverändert. Beim Freudenauer Hafen mündet der Donaukanal in die Donau. Backbords ziehen sich die Donauauen hin. An der Staatsgrenze ist auf der rechten Seite das ehemalige Grenzgebäude zu sehen, eine Erinnerung an eine düstere Vergangenheit. In der großen Fahrkabine geht es gemütlich zu.
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Einige Lufthungrige stehen an der Reling. Der Wind bläst stark, aber – es hat nicht geregnet und wird heute auch nicht regnen. Links sahen wir die Ruine Levin, die einst eine imposante Festungsanlage auf dem Felsen am Zusammenfluss von March und Donau war. Sie wurde 1961 zum Nationaldenkmal erklärt. Pünktlich um 9:45 Uhr legte der Kat beim Ponton Huma 1 in Bratislava an. Ein Paar Stufen hinauf, und vor uns lag die Altstadt. Eigentlich befand sich vor der Altstadt noch eine verkehrsreiche Straße, die wir überqueren mussten. Vorher fiel die Entscheidung, ob wir die Stadtbesichtigung in zwei Stunden mühevoll zu Fuß oder gemütlich mit einem Bähnle auf Gummireifen bewältigen sollen. Die Entscheidung war schnell gefasst, obwohl einige maulten. Wir nahmen das Bähnle. |
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Eine detaillierte Beschreibung der Stadtbesichtigung würde den Platz hier sprengen. Nur kurz: Die Burg war geschlossen (Bauarbeiten), der Weg zu den Toiletten kam uns sehr weit vor. Unser Stadtführer, ein stolzer Slowake, war ein lebendes Lexikon. Er brachte uns Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft so lebhaft und ausdrucksvoll näher, dass es ein Vergnügen war, ihm zu lauschen. Das begann oben vor der Burg, setzte sich beim Rundgang durch die Altstadt fort und endete erst im Restaurant, wo wir uns verabschieden mussten. Nach dem Mittagessen bestiegen wir einen Bus, mit dem wir nach Pezinok fuhren. Die Stadt Pezinok hat rund 21.000 Einwohner. Sie liegt 20 km von Bratislava entfernt am Fuß der kleinen Karpaten und lebt hauptsächlich vom Weinbau, Landwirtschaft und Keramik. |
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Unser Ziel, das Restaurant Vinum Galeria Bozen, steht im Zentrum der Stadt. Das Restaurant des Familienunternehmens ist in einem 300 Jahre alten Weinbauernhaus untergebracht, Im Archivweinkeller werden 400 verschiedene Weinsorten aufbewahrt. In diesem Keller wurde für uns eine Weinverkostung von traditionellen Sorten arrangiert. Na ja, die Geschmäcker sind verschieden, das rustikale Ambiente hat uns sehr gefallen. Beim anschließenden kalten Imbiss versuchten einige neben dem köstlichen Bier ein Glas Wein. Um 17:00 Uhr verabschiedeten wir uns von der Restaurant-Crew, von der örtlichen Reiseleitung, und von der Stadt Pezinok. Unser Bus setzte Kurs Richtung Wien über Bratislava. Die Autobahn verleitete zu einem Nickerchen. Nur das Surren der anderen Autos drang in den Bus, es weckte jedoch die Insassen in keiner Weise. Um 19:00 Uhr schaltete der Busfahrer vor dem Schwedenplatz den Motor ab. Unser besonderer Dank geht an Franz Reithmayr und an Grete Walli für die Zusammenstellung, Organisation und Durchführung der Reise, was wieder einmal zeigt, dass der Segelclub Rust nicht nur hervorragende Segler hat, sondern auch viele Teilnehmer an Reisen und anderen kulturellen Veranstaltungen. Für nächstes Jahr ist Amsterdam geplant. Über den genauen Termin muss unser Franz noch viel Überzeugungsarbeit leisten, denn nach einer Umfrage im Bus entschied sich genau die Hälfte der Teilnehmer für das Frühjahr, während die andere Hälfte im Herbst fahren will. |